Die im Rahmen der Studie untersuchten Glasverpackungen sollten einen Großteil der am Markt erhältlichen Verpackungen abdecken. Deshalb wurden nicht nur Getränkeflaschen, sondern auch Konservengläser, Verpackungsgläser für Lebensmittel sowie Kosmetik- und Pharmaglas ausgewählt. Bei der Bemessung der Recyclingfähigkeit spielten vor allem vier Kriterien eine entscheidende Rolle. „Zunächst haben wir den Anteil rezyklierbarer Stoffe bei den untersuchten Glasverpackungen festgelegt“, erläutert cyclos-HTP-Geschäftsführer Dr.-Ing. Joachim Christiani. Während bei der Glasverpackung das Glas und der Metalldeckel als Wertstoffanteil und damit als recycelbar gelten, werden andere Materialien dem Recycling nicht zugeführt. Auch das Glas muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit es aufbereitet und dem Kreislauf wieder zugeführt werden kann. „Für die Erkennung des Glases als solches ist die optische Identifizierbarkeit erforderlich. Bei der Aufbereitung des Glases in den Recyclinganlagen werden Störstoffe durch eine sogenannte Transmissionsmessung identifiziert. Wenn das Glas opak, also nicht durchsichtig ist, wird es von den Recyclinganlagen als Störstoff identifiziert und aus dem Glasstrom ausgeblasen“, erklärt Christiani weiter. Bei den Metallbestandteilen kommt es dagegen auf ihre magnetischen Eigenschaften bzw. ihre elektrische Leitfähigkeit an. Liegt diese vor, können sie im Recyclingprozess problemlos aussortiert und weiterverwertet werden. Das Ergebnis der Studie zeigt: Im Regelfall erzielen Glasverpackungen eine sehr hohe Recyclingfähigkeit. |