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Geschichte

9.000 Jahre Glas – die Geschichte des Werkstoffes

Glas ist einer der ältesten Werkstoffe überhaupt. Wann Glas zum ersten Mal hergestellt wurde, ist ungeklärt. Die ältesten Funde reichen zurück bis in die Steinzeit um 7000 v. Chr. In Ägypten begann etwa 3000 v. Chr. die organisierte Fertigung von Glas in Form von Schmuckstücken und kleinen Gefäßen. Ab 1500 v. Chr. gelang hier erstmals die Herstellung von Hohlglas als Salben- und Ölbehälter.

 

 

 

 

 

Die Erfindung der Glasmacherpfeife

Eine Revolution erlebte die Produktion mit der Erfindung der Glasmacherpfeife vor 2.000 Jahren. Jetzt konnten auch dünnwandige Gläser hergestellt und beliebig geformt werden. 100 Jahre später gelang in Ägypten erstmals die Schmelze von farblosem Glas. Durch das Erreichen höherer Temperaturen wurde auch die Glasqualität gesteigert, und es entstanden luxuriöse Gläser mit aufwändigen Dekoren. Im Mittelalter entwickelte sich Venedig zum Mittelpunkt abendländischer Glasmacherkunst, die hier vom 15. bis 17. Jh. ihren Höhepunkt erreichte.

 

 

 

 

Automatisierung des Flaschenblasens

1903 gelang dem Amerikaner Michael J. Owens die Automatisierung des Flaschenblasens. Dadurch konnte die Flaschenproduktion um ein Vielfaches gesteigert werden. In Deutschland wurde die Owens-Maschine erstmals 1908 eingesetzt. 1923 stellte der Belgier Emile Roirant dann die ersten europäischen Vollautomaten zum Flaschenblasen her, die sich auch zur Produktion kleinerer Serien eigneten. Nach 1945 wurde die automatische Flaschenproduktion immer weiterentwickelt. Ab 1970 kamen auch elektronisch gesteuerte Maschinen auf den Markt.

 

 

Glasmacherpfeifen

"Glasmacherpfeife" ist die Fachbezeichnung für das "Blasrohr" der Glasbläser. Es wird zum Blasen von handgemachten Glaserzeugnissen benötigt. Nicht nur Trinkgefäße werden mit der Glasmacherpfeife geblasen, vielmehr entstehen auch Echt-Antikglas und Butzenscheiben unter Einsatz dieses Werkzeugs.

Glasmacherpfeifen sind etwa 1,2 bis 1,6 Meter lange Rohre, die an einem Ende mit einem Mundstück versehen sind. Der Glasmacher nimmt mit dem einen Ende der Pfeife eine kleine Menge geschmolzenes Glas auf und wälzt es zunächst hin und her. Durch dieses sogenannte Marbeln wird dem Produkt eine grobe äußere Form gegeben. Gleichzeitig kühlt die Glasmasse ab. Anschließend bläst der Glasmacher in die Pfeife. Dadurch erweitert sich der Glasposten zu einer Blase, auch Külbel genannt. Durch wiederholtes Erhitzen am Ofen, Blasen und Marbeln wird das Produkt so lange bearbeitet, bis es in eine Form eingeblasen werden kann und dementsprechend seine endgültige Form erhält. Heutzutage werden auch mit Pressluft betriebene Pfeifen eingesetzt.

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